Besuch im Studio Schwarzenbek

Einen Eindruck von den laufenden KulturSommer am Kanal-Produktionen verschafften sich am Donnerstag (11. Juni) Journalisten und Sponsoren. Die Stiftung Herzogtum Lauenburg und die Stadt Schwarzenbek hatten zu einer Besichtigung des Aufnahmestudios im Jugendzentrum der Stadt Schwarzenbek geladen. Dort geben sich in diesen Tagen Musiker, Literaten und Künstler aus der Region die Klinke in die Hand, um Videos für das Festival zu produzieren. Ein Großteil des KulturSommers am Kanal bekommt das Publikum pandemiebedingt als Netz-Event geboten. 

Stiftungspräsident Klaus Schlie lobte das von Intendant Frank Düwel und Managerin Farina Klose kurzfristig auf den Weg gebrachte Konzept. Die Stiftung sei froh und dankbar, dass es ihnen zusammen mit ihrem Team gelungen sei, „diesen KulturSommer auf die Beine gestellt zu haben“. Dies sei für die Künstler in der Krise besonders wichtig. „Ohne Premiumpartner wäre das alles so nicht möglich“, bedankte er sich zudem bei der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg, die das Festival seit Jahren als Sponsor unterstützt.

Dr. Stefan Kram, Vorstand der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg, spielte den Ball zurück: Es sei richtig gewesen, den KulturSommer am Kanal in die Wolken zu verlegen. Die Künstler hätten derzeit keine Sicherheit. Deshalb sei es gut, wenn sie immerhin online vertreten seien. „Da sind viele tolle Ideen dabei“, so Kram. „Da bin ich auf die Resonanz gespannt.“

„Für das erste kleine Video haben wir schon 400 Klicks gehabt“, nannte Intendant Düwel gleich eine beeindruckende Zahl. Er betonte, dass Netz-Events auch künftig ein Teil des KulturSommers sein werden – auch um jüngere Menschen für das Festival zu gewinnen.  Gleichwohl stellte er klar: „Wir wissen noch nicht, wo wir nächstes Jahr überall sind, aber wir sind draußen. Das geben wir nicht auf!“

Draußen ist der KulturSommer am Kanal auch 2020. Statt mit den gewohnt großen Produktionen mit der „Kunst am Wegesrand“. „Wir haben eröffnet, ohne zu eröffnen“, erinnerte Düwel an die gelungene Vorstellung der Installation „Kan U see the Sky“ in Büchen. Auch an diesem Wochenende ist das Kunstwerk wieder unterwegs. Zudem sind kreisweit jede Menge Exponate zu bewundern.

Norbert Lütjens, Schwarzenbeks stellvertretender Fachbereichsleiter für Schule, Sport, Kultur und Jugend, erinnerte an die Anfänge seiner vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Düwel. Er verwies auf die Erfolgsstory von „Beat’n’Dance“, an der in den vergangenen zehn Jahren 400 Jugendliche beteiligt waren. Mit Blick auf das Aufnahmestudio sehe man ihn hier „mit stolzgeschwellter Brust“.

„Das wichtigste ist, dass wir uns mal wieder über Kultur unterhalten können“, nahm Rüdiger Jekubik, Schwarzenbeks stellvertretender Bürgermeister, das große Ganze in den Blick. Auch wenn Kultur immer Geld koste, halte er es für wichtig, dass sie durchgeführt werde.