Liegekur auf Geesthachts Zauberberg

KulturSommer-Intendant Frank Düwel hat für den Auftritt der Journalisten schon mal einen Stuhl zum Probeliegen rausgeholt. Anderthalb Wochen sind es noch, dann steigt rund um das Theklahaus die von der jungen Theatermacherin Karina Häßlein inszenierte Aufführung „Der Zauberberg – eine Liegekur in drei Kapiteln“.

KulturSommer-Intendant Frank Düwel hat für den Auftritt der Journalisten schon mal einen Stuhl zum Probeliegen rausgeholt. Anderthalb Wochen sind es noch, dann steigt rund um das Theklahaus die von der jungen Theatermacherin Karina Häßlein inszenierte Aufführung „Der Zauberberg – eine Liegekur in drei Kapiteln“.

Zur offiziellen Pressekonferenz ist auch Albrecht Faasch angereist. Er ist Professor an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und damit einer derjenigen, die Häßleins Lernfortschritte in den vergangenen Jahren vermessen haben. In Geesthacht macht die junge Frau mit dieser Regiearbeit nun ihre Abschlussprüfung.

Darin liegt auch der Grund für ihre Abwesenheit: Die Zeit ist knapp und es gibt für die Produktion noch reichlich zu tun. So reden hier und heute andere über diese spannende Inszenierung, die ausschließlich am Sonntag, 4. Juli, im Rahmen des KulturSommers am Kanal zu sehen sein wird.

„Es ist da ein ganz neues Stück entstanden“, zeigt sich Faasch beeindruckt. Häßlein mache aus diesem „archaischen Werk Thomas Manns“ neues Theater, für das eigens noch Musik komponiert worden sei.

Dass das Stück an Ort und Stelle überhaupt aufgeführt werden könne, sei der Hilfsbereitschaft der Sprinkenhof GmbH zu verdanken, macht Geesthachts Stadt- und Kulturmanagerin Julia Dombrowski deutlich. Die Immobilienfirma hat dafür grünes Licht gegeben und obendrein die Tür zu dem alten Gebäude geöffnet. Denn auch wenn das Stück an der frischen Luft gespielt wird, braucht es für Ensemble, Maske, Technik etc. abgeschlossene Räume.

„Das Stück ist in mehreren Durchgängen zu sehen, die zum Teil parallel laufen“, erklärt Düwel. „Und das nur am 4. Juli.“ Der Intendant des KulturSommers am Kanal wie auch Faasch („Von Zauberhand zum Zauberberg gekommen“) erleben die Kooperation als Win-Win-Situation: Das Festival der Stiftung Herzogtum Lauenburg kann eine einmalige Aufführung präsentieren und die Hochschule, die wegen der Pandemie in ihrem eigenen Theater nicht spielen durfte, verhilft einer jungen, talentierten Frau zu einem angemessenen Abschluss.

Und das alles findet auch noch vor der Kulisse einer ehemaligen Lungenheilanstalt statt. Treffender kann man Thomas Manns Ort der Handlung – ein Sanatorium im Schweizerischen Davos – kaum auswählen. Gelegen auf einer Anhöhe mitten im Wald sei das Theklahaus einfach „magisch“, findet Düwel.

Kartenreservierung für „Der Zauberberg – eine Liegekur in drei Kapiteln“ (4. Juli, Theklahaus Geesthacht) unter Tel. 04542-87000 oder per Mail unter info@stiftung-herzogtum.de.