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02. Juli 2026

Sommergedichte von Helene Kremer

2 eingesandte Summertime-Gedichte.

weg geebbt

die möwe kreischte und flog durch das loch, himmelblau in der dichten wolkenwatte bevor die ebbe, verwässertes grau mir durch eine rasche, glatte bewegung den rosa gedanken entzog

Helene Kremer

ringe

hinter dem haus lädt er zweige und blätter aus war vor uns da was geschah umrahmt er in sich die strickleiter für dich befestigt am dritten ast von oben meisenkinder toben im brutkasten aus ton bald fliegen sie schon üben erst starten sausen quer durch den garten und davon er bleibt und widmet den dingen schweigend einen von vielen ringen

Helene Kremer