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30. Juni 2026

Sommergedichte von Wolfram Eckloff

2 eingesandte Summertime-Gedichte.

Das Fundstück

Am heißen Wegrand liegt ein Stein, Liegt einfach da, als müsst’s so sein. Des Geologen scharfem Blick Entgeht es nicht, das Trümmerstück. Er hebt es auf, dreht es bedächtig, Schaut zu des Himmels fernem Rand Und wiegt es sinnend in der Hand. Da fällt ein feiner Sonnenstrahl Und es glänzt auf wie Goldopal. Nun lacht das Auge dieses Mannes! Er ist entzückt von diesem Stein – Sollt es sogar ein Schönit sein? Er nimmt den Stein gleich mit nach Haus Und schließt hier jeden Zweifel aus: Der Stein, der ist kein Wegwerfit! Er wird getauft zum Attmerit. - Und die Moral von der Geschichte: Betrachtest du die Steine richtig, So werden sie dir alle wichtig.

Wolfram Eckloff

Heißer Sommer

Der Sommer droht mit heißer Glut und versteckt hat sich das Leben. Wir fliehen in gebaute Höhlen und schmücken die Winkel mit Sehnsucht nach Kühle und Hoffnung auf Regen. Auf der Höhe der Zeit gedenken wir des Winters: erinnern seine Geselligkeit schmecken seine Feste genießen in der Hitze seine Kühle. Die Seele beginnt zu singen und schwingt sich hinauf gegen die Schwerkraft der Vergänglichkeit. Wir singen das Lied des Lebens mitten im Sommer und spüren, … wir sind nicht allein.

Wolfram Eckloff